Die Frage die mein Leben verändert hat...
~ Eine persönliche Reise über Sinn, Mut und den Weg zurück zu sich selbst ~
Vor ungefähr 1,5 Jahren begann eine Reise, die ich so nie geplant hatte.
Eine Reise nach innen.
Sie begann mit einer einfachen, aber sehr ehrlichen Frage:
Wer bin ich eigentlich – wirklich?
Damals arbeitete ich als Krankenschwester auf einer Onkologie – meiner absoluten Traumstation.
Ich hatte großartige Kolleginnen und Kollegen und durfte unglaublich inspirierende Menschen begleiten.
Auf dieser Station habe ich wahnsinnig viel gelernt.
Über das Leben.
Über das Sterben.
Und darüber, was im Leben wirklich zählt.
Die tägliche Begegnung mit der Endlichkeit des Lebens brachte immer wieder eine Frage in mir hervor:
Was will ich eigentlich wirklich vom Leben?
Soll mein Leben wirklich einfach so weitergehen?
Arbeiten, Kinder, Haushalt, einmal im Jahr Urlaub – und dann wieder von vorne?
Gleichzeitig merkte ich, dass mich etwas immer stärker belastete.
Ich hatte für meine Patienten zunehmend weniger Zeit.
Zeit für Gespräche.
Zeit für ein offenes Ohr.
Zeit für Tränen.
Der Arbeitsaufwand wurde immer größer, die Abläufe immer schneller.
Und ich bemerkte etwas, das mich tief erschreckte:
Ich begann im Umgang mit Patienten abzustumpfen.
Da wurde mir klar, dass es Zeit war, meine Traumstation zu verlassen.
Nicht, weil ich sie nicht mehr liebte –
sondern weil die Person, die ich durch diese strukturellen Veränderungen zu werden begann, nicht mehr ich war.
Also fand ich eine neue Arbeit als Kinderhospiz-Koordinatorin.
Am Anfang war genau das, was ich mir gewünscht hatte:
Allein arbeiten.
Homeoffice.
Kein Stress.
Mehr Zeit für meine Kinder.
Doch sehr schnell merkte ich, dass auch dieser Job mich nicht wirklich erfüllte.
Die Frage blieb:
Was will ich im Leben wirklich?
Und eine zweite Frage kam dazu:
Wer bin ich eigentlich?
Auf den ersten Blick ist diese Frage leicht zu beantworten.
Mein Name ist Wiktoria.
- Ich bin Mama von zwei großartigen Kindern.
- Ich habe einen wunderbaren Mann.
- Ich bin Krankenschwester.
- Ich bin Tochter.
- Schwester.
- Freundin.
- Köchin.
- Reinigungskraft.
- Organisationstalent.
- Familientaxi.
Die Liste könnte noch lange weitergehen.
Doch eigentlich beantwortet sie die Frage nicht.
Denn wer bin ich abseits dieser Rollen?
Zur gleichen Zeit, in der ich mich intensiv mit dieser Frage beschäftigte, begegnete mir ein Satz, der mich tief berührte.
Ich kann ihn heute nicht mehr genau wiedergeben, aber er ging ungefähr so:
Wenn du einmal stirbst – welche Spuren möchtest du hinterlassen?
Wie sollen sich die Menschen an dich erinnern?
Rational lässt sich diese Frage schnell beantworten.
Man war Mutter, Ehefrau, Tochter, Schwester, Freundin usw.
Aber ist das wirklich alles? Bin das wirklich ICH?
Wenn man wirklich darüber nachdenkt, kommen ganz andere Antworten.
Ich habe schon immer gespürt, dass ich Menschen helfen möchte.
So bin ich irgendwie auf die Welt gekommen.
Seit ich denken kann, war ich zur Stelle, wenn jemand Unterstützung brauchte.
Also begann ich, mich noch intensiver mit diesen Fragen zu beschäftigen.
Und irgendwann traf ich eine Entscheidung.
Ich kündigte meinen Job im Homeoffice
und stellte mich dem Leben.
Das war eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens, denn man verlässt all seine Sicherheit und springt einfach ins kalte Wasser, ohne zu wissen, wie tief es sein wird.
Dazu kamen die vielen Fragen aus meinem Umfeld.
Menschen, die mich liebten und sich sorgten, konnten oft nicht verstehen, warum ich einen sicheren Weg verlasse.
Und manchmal spürte ich auch das leise Urteil, dass dieser Schritt vielleicht unvernünftig sei.
Ehrlich gesagt konnte ich es selbst oft nicht wirklich erklären.
Ich fragte mich durchaus immer wieder, ob ich vielleicht den Verstand verloren hatte.
Aber ich wusste auch, dass mich dieser Job zunehmend unglücklich und einsam machte.
Und genau deshalb ging ich trotzdem.
Im Nachhinein glaube ich, dass genau dieser Schritt notwendig war – dass ich erst loslassen musste, damit etwas Neues überhaupt zu mir finden konnte.
So wie es im Leben manchmal passiert, stolperte ich genau zu dem Zeitpunkt über Reconnective Healing®.
Ich begann die Ausbildung – und wusste sehr schnell:
Das ist es.
Ich möchte Menschen helfen, wieder zu sich selbst zu finden.
Also nahm ich all meinen Mut zusammen
und stellte mich dem Weg der Selbstständigkeit.
Ich weiß noch nicht, wohin mich dieser Weg führen wird.
Aber ich weiß, warum ich ihn gehe.
Weil ich daran glaube, dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt, wieder zu sich selbst zu finden.
Und vielleicht beginnt genau dort die Antwort auf die Frage,
die mein Leben verändert hat:
Wer bin ich wirklich – jenseits meiner Rollen?
Weil meine eigene Reise gerade erst begonnen hatte, begegnete mir auf diesem Weg noch etwas anderes: die NESC-Ausbildung.
Während dieser Zeit hatte ich immer wieder Momente tiefer Klarheit – Momente, in denen plötzlich vieles Sinn ergab.
Ich begann zu verstehen, wie eng unsere Gedanken, Gefühle und Erfahrungen mit unserem Nervensystem verbunden sind.
Und wie sehr unser Körper danach sucht, wieder in Verbindung und Sicherheit zu kommen.
Über diese faszinierenden Zusammenhänge – und darüber, was unser Nervensystem eigentlich mit unserem Wohlbefinden zu tun hat – werde ich im nächsten Blogartikel ausführlicher schreiben.
Vielleicht findest auch du dich in diesen Fragen ein Stück wieder.
Vielleicht hast auch du dich schon einmal gefragt, wer du eigentlich bist – jenseits all der Rollen, die wir im Leben übernehmen.
Für mich hat mit dieser Frage eine Reise begonnen, deren Weg ich selbst noch nicht vollständig kenne,aber vielleicht beginnt genau dort die wichtigste Reise unseres Lebens:
Die Rückverbindung zu uns selbst.
~ Wenn du möchtest, kannst du hier anonym abstimmen. Mich interessiert einfach, wie der Text auf dich wirkt. ~